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Von Albert Conrad aus Frankfurt am Main im September 2017 zum Flyer „Luther trifft Franziskus“ zur Frage: Was fällt Ihnen zum Thema Religion ein?

Die Antwort auf die gestellte Frage muss leider das unschöne Gesicht von Religion beleuchten.

In Religion finden sich Menschen zwar zusammen, um Antwort auf existenzielle Fragen zu haben. Aber grundsätzlich lauert im Menschen der Hang, sich, seine Sicht und dabei seine Interessen zum Maßstab zu machen. Dann entartet Religion leicht auch dahin, dass in ihr Druck ausgeübt wird. Haben sich erst einmal jene, die Macht im Staat haben, der Führung in der Religion bemächtigt, dann wird sie ihnen zum Instrument für die von ihnen gewünschte Ordnung in Gesellschaft und Staat. Und dann haben „Abweichler“ Schlimmes zu ertragen. Wohlgemerkt: Auch Jesus wurde Opfer einer „staatlichen“ Religion.

Somit muss man bei „Religion“ durchaus an Diskriminierung, Verfolgung – eben Feindschaft innerhalb eines Staates denken. Aber dieser Blick gilt auch für das Verhältnis zwischen Völkern. Wo bereits Spannungen aus welchen Gründen auch immer bestehen, können sie unter dem Deckmantel einer Religion, die gegen die andere Seite Lieblosigkeit für richtig hält, am Gären gehalten werden. Spätestens, wenn sie vollends ausbrechen, zeigt sich: Gerade, wo der Gegner religiös als von Gott verworfen gelten darf, lassen sich historisch und aktuell die größten und abscheulichsten Unmenschlichkeiten feststellen – bei noch gutem Gewissen der Täter!

Religion hat nun einmal die Eignung, so missbraucht zu werden. Daher ist die in Kämpfen gewonnene Trennung von Religion und Staat geradezu unerlässlich und ein Segen. Man mag gar nicht zurückdenken an Zeiten, von denen zum Beispiel die Hexentürme zeugen.

Wenn also Religion Frieden und Gerechtigkeit bringen und sichern können soll, dann einzig bei einer Einstellung zu Gott, die seine Barmherzigkeit und Weite im Zentrum hat. Ob man aber diese Einstellung noch „Religion“ nennen sollte, kann strittig sein. Jedenfalls kam Jesus nicht auf die Erde, eine Religion zu gründen, sondern um Liebe und Barmherzigkeit des Vaters im Himmel zu offenbaren und vorzuleben – mit den blutigen Folgen für ihn selbst.

 

Carl Maria Schulte im August 2017

Liebe Mitbürgerin, lieber Mitbürger, werter Citoyen !

 Ich bin u.a. Politkünstler und Bürgerrechtler wie zB Josef Beuys, Aiweiwei und Vaclav Havel. Vor kurzem habe ich als parteifreier Bundespräsident kandidiert und die Ernsthaftigkeit dieser Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung für unser Land durch einen Eilantrag beim Bundesverfassungsgericht bewiesen. Da die Medien noch zu sehr parteienfixiert sind und die Verfassungsrichter derzeit noch durch das Parteienkartell, die real existierende Partienoligarchie bestimmt werden, können Sie sich denken, wie diese sich verhalten haben. CDU/CSU-Richter Peter M. Huber und zwei Kolleginnen haben in ihrer Dunkelkammer-Entscheidung jedwede Begründung für ihr Nichtstun unterlassen. Trotz gut begründetem Antrag. Zum rechtsstaatswidrigen Vorgehen beim BVerfG siehe auch: von Arnim, Die Angst der Richter vor der Macht. Ich hatte beantragt, der parteilichen Bundesversammlung eine Bürgerversammlung vorzuschalten, die parteifreie Kandidaten zu Wort kommen lässt und der Bundesversammlung einen Wahlvorschlag macht. In Zukunft soll ein Bürgersenat das Ämter des Bundespräsidenten und der Verfassungsrichter besetzen. Zuvor soll ein Verfassungskonvent gemäss Artikel 146 GG  diese neue Bürgerinstitution im GG implementieren – neben anderen gemeinwohlorientierten GG-Innovationen. Als Bundespräsident hätte ich dieses Vorhaben noch effektiver vorantreiben können. Bitte helfen Sie mit, dass diese Demokratie-Erneuerung bald stattfindet! Und wenden Sie sich dafür an mich. Denkbar ist zB eine Stiftungsgründung zur Realisierung.

Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass die derzeit Herrschenden nicht davor zurückgeschreckt sind, einen Versuch zu unternehmen, mich „aus dem Verkehr zu ziehen“. Dazu gern mehr bei Interesse-Bekundung. Da ich mir zu Herzen nehme, was schief läuft in unserem Land, habe ich Anfang des Jahres einen Herzinfarkt erlitten, gebe aber nicht auf. Wenn wir nicht sofort effektiv handeln, erleidet auch Deutschland einen Infarkt.

Hier einige Buch-Tips zum Thema:

> von Arnim, Die Hebel der Macht und wer sie bedient

> Timothy Snyder, Tyrannei

> David van Reybrouck, Gegen Wahlen (über Losverfahren weltweit…)

> Maaz, Das falsche Leben (über das wahre SELBST, Überanpassung…)

> Johannes Heinrichs, Die Logik des europäischen Traums

> Burkhard Wehner, Das Drama des 21. Jahrhunderts

herzlich!

 

Anonym im Juli 2017

Guten Tag
Bin zwar Atheist, möchte aber dennoch 2 Fragen beantworten.
Frage 18: Gibt es ein Leben nach dem Tod?
Ich bin der festen Überzeugung es gibt ein Leben nach dem Tod.
In welcher Form auch immer.
Bisher wurde das Gegenteil nicht bewiesen.
Auch wenn es wissenschaftlich bewiesen wäre, ist es nicht absolut sicher.
Es gibt auch keine absolute Sicherheit.
Wie alles im Leben.
Frage 19: An was glauben Sie?
Ich glaube nur an mich selbst, an andere nicht.
Es sei denn man ist sehr tief mit einem anderen Menschen verbunden.
Das gibt es, wenn auch sehr sehr selten.
Aber ich glaube daran so einen Menschen zu finden.
Und ich glaube man sollte Menschen nie unterschätzen.
Eine Frage hätte ich jetzt auch.
Kann man jemand am Schreibstil Wiedererkennen?
Eine Antwort wäre interessant für mich.
Danke
Meinen Namen muss ich leider weglassen
Zbigniew Roszczak, Franziskus und Luther in Berlin im Mai 2017 kurz vor der Veranstaltung mit Barack Obama und Angela Merkel
Zbigniew Roszczak im Juli 2017

Liebe Brüder !

Ich war am Kirchentag  am 25.05 2017 in Berlin , habe die Broschüre Endlich Freunde bekommen – vielen dank für sie und Erlaubnis meine Meinung zu äussern.
Mich erschreckt diese blinde ekumenische Einheit , wie kann  man heute über Papstum anders denken als Martin Luther der Grosse Reformator ?
Martin Luther war überzeugt dass Papst ein Antichrist ist , andere Reformatoren waren auch davon überzeugt und haben sich nicht geschämt das zu sagen .
Sind der gleichen Meinung heutige Nachfolger Martin Luthers ? , leider nicht . Die Frage also ist wer hat sich geirt – Martin Luther und die andere Reformatoren oder irren sich  die heutige Protestanten ? Man sieht keine Einheit zwischen damaligen  Reformatoren und  ihren heutigen  Nachfolgern , aber es tut weh wenn man sieht grosse brüderliche Einheit zwischen Protestanten und Rom .
Warum Protestanten sind Roms Freunde geworden ? , was hat sie dazu veranlasst , oder verführt ?
Man hört oft – Papstum hat sich geändert , wirklich ?
Was ist bei Papstum anders als früher im Mittelalter ?
1. Verkauft die Römischkatholische  Kirche nicht mehr die Ablässe wie sie es  damals  tat ? – ja natürlich verkauft sie , aber nicht unbedingt in solscher Form wie zu Martin Luthers Zeiten . Die Lehre vom Fegefeuer ist leider bis an  den heutigen Tag nicht aufgehoben .
2. Ist die Position und Gewalt des Papstes in unserer Zeit aufgehoben oder kleiner geworden ? , nein ! , im Gegenteil – sie sind  viel gröser geworden . Jetzt hat Papstum beinahe das Apogäum seiner Herlichkeit erreicht .
Wenn man verführt worden  ist ,  kann man denken das ist doch Gottesreich , Papstum vertrit Gott auf dieser Erde – sein Reich ist sichtbares  Reich Gottes und schön das so gross und weltweit anerkannt ist .
3.  Ist Papst überhaupt Gottesdiener und Sein Vertreter auf dieser Erde ?
Nach Jesu  deutlichster Aussage der Diener kann nicht grösser sein als der Herr  – Joh.13.16 , ja ,  Jesus war viel kleiner als Papst , obwohl müsste umgekehrt sein , Jezus hat keine menschliche Gewalt auf dieser Erde gehabt , keine Unterstüzung von Herschern , keine Residenz , auch Armut statt Reichtum wie sein angeblicher diener .
Jesus sagte auch sehr deutlich – mein Reich ist nicht von dieser Welt – Joh. 18.36
Wem gehört dann dieses kleine  Reich auf 44 Hektaren in Rom das hat so grosse Autorität und Gewalt in dieser Welt , obwohl Jesus gar nichts  hatte und hat auch  den Apostel kein Reichtum , keine Gewalt als Erbe hinterlassen ??? .
Luther hat in seiner Zeit viel Licht bekommen , aber nicht alles , weil damals war zu dunkel , heutige Generationen haben alle Freiheit , Bibel ,  und geschriebene Geschichte , sie sollten heute weiter  voran sein  als  Luther in seiner Zeit ,  warum sie haben sich aber zurückgezogen ?.
Protestantische Brüder  erwachet , seid nüchtern  !!!
Martin Luther und andere Reformatoren haben sich nicht geirrt , ihr  irrt , ihr seid durch ökumenische Einflüsse und schöne Worte verführt worden . Papst ist was er war und ein Traum über  eine vereinte friedliche Welt unter dem Papst wird niemals eintreffen . Wenn Papst kommt wieder an die Macht kommt wieder eine Verfolgung .
Maranatha – komm Herr Jesu ! Amen .

 

Carl Maria Schulte im Juni 2017

3 Wünsche an luther und franziskus:

1. mit beiden gemeinsam aufrufen zu verfassungsversammlungen: D + EU

2. finanzierung meines projekts interreligiöse Ökosiedlung

3. gemeinsamer spaziergang im wald: duftende natur…

namaste! dominus  tecum! aloha!

Ewald Wirth, Frankfurt am Main, Pfingsten 2017

„Ich würde mir wünschen, dass Luther und Franziskus keine theologische Debatte über schon Gemeinsames und noch Trennendes im Glauben führen, sondern schlicht miteinander schweigen. Auf diese Weise mögen sie den gegenseitigen Respekt vor der je anderen Tradition und die volle Anerkennung des je anderen Schwerpunkts im christlichen Zeugnis von der Erfahrung der Zuwendung Gottes im Geist wie in den Sinnen bekunden. Damit verbunden wäre auch die Anerkennung der je eigenen Glaubensüberzeugung einzelner Christen, nach ihrem Gewissen am Abendmahl und an der Eucharistie teilzunehmen oder auch nicht. Einheit im Glauben sollte in der gegenseitigen Anerkennung zum Ausdruck kommen, und nicht im Zwang zu einer gemeinsamen Glaubenspraxis.“

„Liebe „Luther- und Franziskus-Fans“!

Ich habe die beiden heute im Frankfurter Hauptbahnhof zusammen mit Dina Draeger, der Künstlerin des ökumenischen Pfingstprojekts, getroffen.

 

Dina Dräger hat zwei lebensgroße Figuren geschaffen: Martin Luther, der Reformator aus dem 16.Jahrhundert, und Franziskus, der aktuelle Papst. Mit diesen Figuren werden sich katholische und evangelische Christinnen und Christen in der Pfingstzeit an öffentliche Plätze wagen und mit Passanten ins Gespräch kommen. Aus erbitterten Feinden im Namen der Religion sind im Lauf der Jahrhunderte Freunde geworden. Ein wichtiges Zeichen für heute.“

Kommentar von Birgit Dierks vom 28.05.2017

Worüber ärgern Sie sich? „Darüber, dass es immer noch den Ablass gibt – siehe Weltjugendtag Köln.“

Birgit Dierks

Auf dem Weg von Berlin nach Wittenberg

Kommentar von „Jauchzart“ vom 26.05.2017

„Ein mitgenommenes Gesicht beim Trump-Besuch, nach dessen knapp verschleierter Beichte, den Hütern der vereinigten Islamismen für 450 Mrd. US-Dollar modernste Waffen verkauft zu haben. Abserviert von höherer Gewalt.“

Kommentar von Ingrid Diefenbach vom 26.05.2017

„Wenn ich Papbst wäre würde ich:

1. das Zölibat aufheben: Begründung – es wurde eingeführt um das Erbteil der unverheirateten Söhne einbehalten zu können.

2. sollte: es den Frauen ermöglichen selbst zu entscheiden, ob und wie viele Kinder sie in die Welt setzen möchten. Er sollte diejenigen Männer welche diese KInder gezeugt haben, dazu verpflichten, diese Kinder auch hinreichend zu versorgen.

3. er sollte: die Reichen in unserer Gesellschaft verpflichten, das von ihren zum größten Teil unverdiente Vermögen, an die unterpriviligierten Mitmenschen zu einem menschenwürdigen Überleben abzugeben.

4. er sollte: darauf bestehen, dass das Vermögen, das aus Rüstungsgeschäften erworben wurde, nach Abzug von 99% Steuern der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt wird.

Dies sind nur vieri Beispiele. Ich könnte noch hunderte aufführen. Danke an Ihre Redaktion für diese Möglickeit zu diesem Thema Stellung zu nehmen.“

Herzliche Grüße

Ingrid Diefenbach

Kommentar von Teilnehmenden an einer Veranstaltung am Kirchentag in Berlin vom 25. Mai 2017

„Über den Zölibat, der schon lange überfällig ist. Ich bin Katholik.“