Die Kolpingfamilie in Hochheim am 13.08.2017

 

Im Interview mit der Allgemeinen Zeitung

http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/mainz/hochheim/dina-draeger-zeigt-kunstwerk-beim-hoffest-der-kolping-familie-hochheim_18109363.htm

Das jährliche Kolping Hoffest lockte mit Essen und Trinken und netter Gesellschaft, Familien konnten sich auf ein Kinderprogramm mit vielen neuen Spielen freuen. Im Jahr des Reformationsjubiläums war außerdem das interaktive Kunstprojekt „Luther trifft Franziskus“ zu Gast im Hochheimer Vereinshaus zu erleben. Die lebensgroßen Statuen der Beiden sind auf Durchreise durch Deutschland und sollen zur Diskussion einladen.

„Gemischte“ Ehepaare der Kolping Familie, bei denen evangelische und katholische Grenzen keine mehr sind. Die Liebe ist stärker als die Zugehörigkeit. Das ist auch die Intention des Kunstprojektes.

Mitmachen kann jeder:

Kunstprojekt Luther trifft Franziskus

„Luther trifft Franziskus“ – Interaktives Kunstprojekt zum Lutherjahr am Hoffest der Kolpingfamilie Hochheim

Aus Anlass des Reformationsjubiläums hat die Künstlerin Dina Draeger zwei lebensgroße Figuren von Martin Luther und Papst Franziskus geschaffen. Die Idee geht auf eine Ausstellung im Jahr 2014 zurück, bei der die „Heiligen der Linie 11“ in Frankfurt Passanten begegneten uns sie zum Gespräch und zur Begegnung einluden. Nun sollen in einer interaktiven und kommunikativen Kunstaktion Menschen mit den Figuren Martin Luther und Papst Franziskus konfrontiert werden. Am Sonntag, dem 13. August am Hoffest der Kolpingfamilie in Hochheim. Vorher waren und werden die Figuren viel unterwegs sein: In den Bahnen oder an Haltestellen werden Luther und Franziskus in Form von Aufstellern mit Assistentinnen und Assistenten oder Moderierenden unterwegs sein und Fragebögen an die Passanten mit der Bitte verteilen, diese zu beantworten. Wenn diese einverstanden sind, können sie sich mit den Figuren fotografieren lassen.

Die Resultate als Digitalprints oder als Polaroid, damit die Antwortenden auch dem richtigen Antwort-Bogen zugeordnet werden, werden an den Ausstellungsorten und an entsprechenden Veranstaltungsorten eine Ausstellung entstehen lassen, die während der Aktion immer weiter wächst. Die Dauer der Aktion und Ausstellung ist bis November 2017 geplant.

Gemischtes Quartett: Kolping ist auch dabei

Luther trifft Franziskus: Interaktives und kommunikatives Kunstprojekt

Warum diese beiden? – Bei Luther liegt es auf der Hand. Und warum Papst Franziskus? – Der Kontrahent Luthers war der das Papsttum verkörpernde Papst. Franziskus ist der aktuelle Papst und dazu noch medienwirksam. An ihm können Themen festgemacht und (auch kontrovers) diskutiert werden, für die Luthers Reformation unter anderem steht: Allgemeines Priestertum, Frauen, Ökumene, Einheit der Christen, Reform von Kirche (semper reformandum) und Kurie, Verhältnis zu den Religionen der Welt und weitere Fragen, die unser Zusammenleben betreffen.

In den Themen, die die Menschen an diesen beiden Figuren festmachen, zeigen sich die „Wechselspannungen“. Beide werden in Kirchen, Schulen, öffentlichen Räumen und sogar in der Straßenbahn als Figuren präsent sein und den Dialog anstoßen: Was hätten die beiden sich heute zu sagen? – Was hätten/haben wir ihnen zu sagen? – Was bedeutet Reformation der Kirche heute? – Was „feiern“ wir da eigentlich?

Herzliche Einladung, am interaktiven Kunstprojekt zum Lutherjahr mitzumachen! Die Kolpingfamilie Hochheim ist gespannt – zumal etwa jedes 10. Mitglied des „katholischen“ Sozialverbands evangelisch ist!

Die Fragen zum Mitmachen

  1. Worüber wären sich Martin Luther und Papst Franziskus heute einig?
  2. Worüber würden sich Martin Luther und Papst Franziskus heute streiten?
  3. Wenn Sie drei Wünsche bei Franziskus und Martin Luther frei hätten, was wären diese drei Wünsche?
  4. Was glauben Sie, wie würde unsere Welt heute aussehen, wenn die Reformation nicht stattgefunden hätte?
  5. In welchen Punkten wäre Martin Luther heute anderer Meinung als vor 500 Jahren? Was sollte Papst Franziskus in 500 Jahren über seine Kirche denken?
  6. Wie beeinflusst die Reformation Ihr tägliches Leben und welche Rolle spielen Martin Luther und Papst Franziskus in ihrem Leben?
  7. Wie groß ist der Einfluss von Luther und Franziskus auf unsere Politik und Gesellschaft?
  8. Was regt Sie am meisten auf, wenn Sie an die evangelische oder an die katholische Kirche denken?
  9. Was regt Sie am meisten an, wenn sie an Martin Luther oder Papst denken?
  10. Wenn Sie selber der Papst wären, was würden Sie als erstes tun?
  11. Und wenn Sie Martin Luther wären, der auf einer Zeitreise im 21. Jahrhundert landet, was würden Sie über die heutige Welt denken?
  12. Kennen Sie die beiden Männer?
  13. Die beiden (Martin Luther und der Papst vor 500 Jahren) waren einmal Feinde. Heute machen evangelische und katholische Christen viel gemeinsam. Aus Feinden sind Freunde geworden. Wo wünschen Sie sich besonders, dass aus Feinden Freunde werden?
  14. Wer ist Ihr größter Feind? Wie könnten Sie sich da eine Annäherung/Versöhnung vorstellen?
  15. Woran du dein Herz hängst, das ist dein Gott (Martin Luther). Woran hängen Sie Ihr Herz?
  16. Ein bisschen Barmherzigkeit verändert die Welt, macht sie weniger kühl und gerechter (Papst Franziskus). Was ist für Sie Barmherzigkeit? Können Sie ein Beispiel sagen?
  17. Was fällt Ihnen zum Thema Religion ein? (eher Feindschaft oder eher Frieden und Gerechtigkeit?)
  18. Gibt es ein Leben nach dem Tod?
  19. An was glauben Sie?
  20. Was finden Sie an Ihrer Religion/Konfession gut?
  21. Wo könnten die einzelnen Gläubigen bzw. die Vertreter Ihrer Religion/Konfession noch dazu lernen?
  22. Mit welchem der beiden Männer würden Sie sich gern fotografieren lassen? Oder mit beiden? Und warum?
  23. Dürfen wir Ihr Foto und Ihre Antworten auf unsere Internetseite stellen?
  24. Was würden Sie noch für Fragen stellen?