Was steckt dahinter und wie können Sie mitmachen?

Luther, Franziskus, Armin Nagel, Geschäftsführender Projektleiter und die Künstlerin Dina Draeger gehen auf Reisen

Interaktives Kunstprojekt zum Reformationsjahr 2017 – mit Ihnen!

Luther trifft Franziskus – endlich Freunde?! Was verbindet uns und was trennt uns?

Die Sehnsucht nach Einheit von Christen drückt sich in der Ökumene aus.

2017 – Luther trifft Franziskus – Was real nicht möglich ist, wollen wir in einem kommunikativen Kunstprojekt realisieren. Wir, das sind die evangelischen und katholischen Christen in Frankfurt-Nied und  Dina Draeger, die im Rahmen eines „5-Jahresplanes“ (2013-2017) zum 500. Reformationsgedenken beschlossen haben, ein solches Projekt umzusetzen.

Geburtsstunde war im Herbst 2014 eine Ausstellung mit Werken von Dina Draeger in zwei Nieder Kirchen unter dem Titel „Wechselspannungen“ – Dazu gibt es Informationen unter Feuilleton Frankfurt von Erhard Metz:  http://erhard-metz.de/2014/10/27/dina-draeger-und-ihre-heiligen-der-linie-11/.

Die – neben den Bildnissen und extra für die Ausstellung geschaffenen Figuren (Die Heiligen der Linie 11) – sind so lebensecht, dass sie von den Besuchern teils als leibhaftig wahrgenommen wurden, so dass diese immer wieder geneigt waren, diese Personen anzusprechen, bevor sie den artifiziellen und installativen Charakter der Figuren erkannten. Nach dem Abbau der Ausstellung wurdeDina Draeger von dem Kurator Armin Nagel gefragt, ob sie sich vorstellen könne, zum Reformations-Jubiläum – ebenso lebensecht – den Reformator Martin Luther und Papst Franziskus zu schaffen. So entstand die Idee für das Projekt.

„Luther trifft Franziskus“ – Das Projekt

In einer interaktiven und kommunikativen Kunstaktion sollen Menschen mit den Figuren Martin Luther und Papst Franziskus konfrontiert werden.  In Bahnen oder an Haltestellen werden Luther und Franziskus in Form von Aufstellern mit Assistentinnen und Assistenten oder Moderierenden unterwegs sein und Postkarten an die Passanten mit der Bitte verteilen, diese zu beantworten. Wenn diese einverstanden sind, können sie sich fotografieren lassen oder eine Postkarte mitnehmen, die Antwort auf die Frage auf der Postkarte und am besten mit Selfie an unsere Mailadresse senden. Wir prüfen die Mails um Hatemails zu verhindern. Diese Aktion dient der interkulturellen und -religiösen Verständigung, egal ob die Teilnehmenden religiös sind oder nicht.

Die Resultate als Digitalprints werden an den Ausstellungsorten und an entsprechenden Veranstaltungsorten eine Ausstellung entstehen lassen, die während der Aktion immer weiter wächst. Oder eben virtuell auf dieser Website. Die Dauer der Aktionen und Ausstellungen ist bis November 2017 geplant.

Luther trifft Franziskus: Interaktives und kommunikatives Kunstprojekt

 Warum diese beiden? – Bei Luther liegt es auf der Hand. Und warum Papst Franziskus? – Der Kontrahent Luthers war der das Papsttum verkörpernde Papst. Franziskus ist der aktuelle Papst und dazu noch medienwirksam. An ihm können Themen festgemacht und (auch kontrovers) diskutiert werden, für die Luthers Reformation unter anderem steht: Allgemeines Priestertum, Frauenrechte oder auch nicht, Ökumene, Einheit der Christen, Reform von Kirche und Kurie, Verhältnis zu den Religionen der Welt und weitere Fragen, die unser Zusammenleben betreffen.

In den Themen, die die Menschen an diesen beiden Figuren festmachen, zeigen sich die „Wechselspannungen“. Beide sollen den Dialog anstoßen: Was hätten die beiden sich heute zu sagen? – Was hätten/haben wir ihnen zu sagen? – Was bedeutet Reformation der Kirche heute? – Was „feiern“ wir da eigentlich?